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Ausstellung bzw. Änderung der Lohnsteuerkarte

Die Lohnsteuerkarte 2010 behält bis zur Anwendung des elektronischen Verfahrens (voraussichtlich im Jahre 2013) ihre Gültigkeit. Die darauf enthaltenen Eintragungen     (z. B. Freibeträge) werden auch für den Lohnsteuerabzug 2011 und 2012 zugrunde gelegt. Sollten sich zu Beginn des Jahres 2012 Abweichungen bei Steuerklassen oder der Zahl der zu berücksichtigenden Kinder zu Ihren Gunsten ergeben, sind Sie verpflichtet, die Eintragungen anpassen zu lassen. Diese Verpflichtung gilt auch, wenn die Steuerklasse II bescheinigt ist, die Voraussetzung für die Berücksichtigung des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende im Laufe des Kalenderjahres jedoch entfällt.

Wird für das Jahr 2012 erstmalig eine Lohnsteuerkarte benötigt, stellt das zuständige Finanzamt stattdessen eine Ersatzbescheinigung aus. Ausgenommen hiervon sind ledige Arbeitnehmer, die im Jahr 2012 erstmalig eine Ausbildung beginnen. Hier kann der Arbeitgeber die Steuerklasse 1 unterstellen, wenn der Arbeitnehmer seiner steuerliche Identifikationsnummer (IdNr.), sein Geburtsdatum sowie die Religionszugehörigkeit mitteilt und gleichzeitig schriftlich bestätigt, dass es sich um das erste Dienstverhältnis handelt.

 

Bei Beginn einer Neubeschäftigung müssen Sie ab dem Jahr 2012 Ihrem Arbeitgeber einmalig Ihr Geburtsdatum und Ihre IdNr. mitteilen sowie die Auskunft geben, ob es sich um das Haupt- oder um ein Nebenarbeitsverhältnis handelt. Hat Ihr Arbeitsverhältnis auch schon im Jahr 2010 oder 2011 bestanden, liegen Ihrem Arbeitgeber diese Informationen bereits vor. Damit werden dem Arbeitgeber die notwendigen Informationen für den Lohnsteuerabzug elektronisch zur Verfügung. gestellt.

Rechtsgrundlage:

Einkommenssteuergesetz (EStG)

Wie funktioniert das neue Verfahren?

Die Zuständigkeit für die Pflege der Lohnsteuerabzugsmerkmale, die bisher auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte eingetragen waren (z. B. Eintragung der Kinder, Steuerklassenwechsel, Religionszugehörigkeit und andere Freibeträge), wechselt von den Meldebehörden auf die Finanzämter.